Berufsfeuerwehrtag/ 24
Std.- Einsatz
15./16.10.2005
Am 15. Oktober um 12:00 Uhr begann die 24-
Stunden Berufsfeuerwehrschicht für die Mitglieder der Jugendfeuerwehr
Holtgast. Zu diesem Zeitpunkt konnte noch niemand ahnen wie viele und
welche Art von Einsätzen zu bewältigen sind...
Fotogalerie:
Fotos & Daten: Horst Franz
Die Fahrzeuge:
LF 8/6 Holtgast; Besatzung 1/5
LT Holtgast; Besatzung 1/2
LF 16/TS Esens; Besatzung 1/8
ELW JF; Besatzung 1/1
Die Einsätze:
Alarm:
Einsatzart:
Einsatzort:
14:00 Uhr
Ölspur
Schanzweg/ Loogstrasse
15:30 Uhr
Eingeklemmte Person
Stielfsen Loogstrasse
18:50 Uhr
Tankleck
Neubaugebiet Eekenstraat
22:00 Uhr
PKW- Brand
Kieskuhle Utgast
00:45 Uhr
Personensuche
Hammer
07:00 Uhr
Fehlalarm
Campingplatz Ziegelhof
10:15 Uhr
Gebäudebrand
Mehrzweckhalle Holtgast
- Pressebericht aus dem
"Anzeiger für Harlingerland" -
Nachwuchs "schiebt" 24 Stunden Dienst
Jugendfeuerwehr erlebt den Alltag einer Berufsfeuerwehr/ Lob für
Jugendliche
Holtgast/ GFH - Dieses Wochenende werden die Mitglieder der
Jugendfeuerwehr Holtgast wohl nicht so schnell wieder vergessen: Konnten
sie sich doch zwei Tage lang in die Rolle von Berufsfeuerwehrleuten
versetzen, die jederzeit einsatzbereit sein müssen. Und Einsätze gab
es genug. Sie reichten von Fehlalarm bis zum Großbrand der Grundschule
nebst Merzweckhalle. Hier konnten sie erfolgreich das Schulgebäude retten.
Die sieben engagierten Betreuer hatten sich eine ganze Menge einfalle
lassen, um den Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr Holtgast ein
packendes Wochenende im Feuerwehrhaus erleben zu lassen.
"Berufsfeuerwehrtag" wurde diese Übungswochenende genannt, das am
Sonnabend um 12 Uhr offiziell begann und erst am frühen Sonntagnachmittag
endete. "In diesen mehr als 24 Stunden Dienst haben wir neben
theoretischem Unterricht auch mehrere praxisnahe Einsätze durchgeführt",
informierte Jugendfeuerwehrwart Hermann Hemken. So hatte Betreuer Horst
Franz sich unter anderem ausgedacht, dass auf der Loogstrasse ein Fahrzeug
an mehreren Stellen Öl verloren hatte. Ordnungsgemäß rückten die jungen
Floriansjünger aus, um diese "Ölspur" fachgerecht zu beseitigen. Wie ernst
die jungen Feuerwehrleute bei der Sache waren, zeigte allein schon, dass
auch ein Anwohner es nicht schaffte, während der Übung an der
Straßensperre vorbei zu kommen. Erst nachdem der herbeieilende
Ortsbrandmeister Martin Eilts dem Jugendfeuerwehrmann glaubhaft erklären
konnte, dass das Fahrzeug nicht in die Nähe der "Ölspur" kam, durfte der
Anwohner passieren.
Kaum waren im Feuerwehrhaus die benötigten Utensilien gesäubert und
eingeräumt sowie das entsprechende Protokoll ausgefüllt, gab es den
nächsten Notruf: "Eine Person war eingeklemmt worden, nachdem bei
Reparaturarbeiten an einem Anhänger der Wagenheber umgefallen war". Sehr
routiniert und behutsam meisterten die Jungen und Mädchen aus Holtgast und
Esens auch diese schwierige Aufgabe. Die Konfrontation mit einem
Gefahrgut- Tank sowie das Löschen eines PKW- Brandes bei der Utgaster
Kiesgrube waren weitere sehr effektvoll vorbereitete Übungen.
Kurz nach Mitternacht ereilte dem Feuerwehrnachwuchs der Alarm - eine
Personensuche. Hier musste tatsächlich im unwegsamen, moorigen Gelände
eine hilflose Person gefunden werden, was gelang.
Das mit der Feuerwehr leider auch immer wieder Unfug getrieben wird,
konnten die Jugendfeuerwehrleute am eigenen Leib erfahren. Aus dem Schlaf
gerissen hieß es "Entstehungsbrand auf dem Campingplatz". Erneut rückte
der Einsatzzug, bestehend aus dem Einsatzleitwagen und den Fahrzeugen LF8
und LF16 der Holtgaster und Esenser Feuerwehren, aus , um auch hier
uneigennützig zu helfen. Doch leider stellte sich heraus, dass es sich um
einen üblen Scherz gehandelt hat, der als "Fehlalarm" zu Protokoll
genommen werden musste. Kein Fehlalarm indes war die Alarmierung am frühen
Morgen: "Die Holtgaster Mehrzweckhalle brennt in voller Ausdehnung". In
einem zu lobenden Zusammenspiel aller Beteiligten gelang es den
Jugendlichen, den Großbrand zu löschen und dabei ein Übergreifen auf die
Grundschule zu verhindern. Nicht nur die Betreuer, sondern auch
Samtgemeindebrandmeister Helmut Cremer waren voll des Lobes über das
Wissen und Engagement des Feuerwehrnachwuchses. Ein Dank galt aber auch
den Betreuern um Hermann Hemken und Horst Franz, der diesen
"24-Stunden-Berufsfeuerwehrtag" ausgearbeitet und begleitet hatte. "Wir
danken aber auch den Nachbarn der Schulstraße, die durch ihre besondere
Nachsicht dieses Übungswochenende mit zu einem vollen Erfolg werden
ließen", so Hermann Hemken für die Jugendfeuerwehr Holtgast.
Quelle: Pressebericht vom 18.10.05 aus
dem "Anzeiger für Harlingerland"