Freiwillige Feuerwehr Holtgast    

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Letzte Aktualisierung:
01. Mai 2015

     

  

       


Chronik der FF Holtgast     

Sammlung einzelner Daten vom Stellv.-OBM Harald Frerichs

1888  Beginn der Aufzeichnungen in der Gemeinde Holtgast über eingesetzte Bürger der Gemeinde, die für die Brandschau zuständig waren.
Bis zur Aufstellung eines Feuerlöschverbandes im Jahre 1934 wurde von der Gemeinde eine Person beauftragt, die z.B. auf Bauernhöfen zu kontrollieren hatte, ob an deren Außenwänden eine Leiter vorhanden war und Eimer zum Wassertransport bereitgestellt waren. Sie wurden als Brandmeister bezeichnet. Die Brandmeister der Gemeinde:
 
Von: Bis: Brandmeister:
1899 1905  Poppe H. Eilts
1905 1908 Gerke S. Gerken
1908 1911 Alerich Tjardes
1911 1914 Harm J. Harms
1914 1917 Johann D. Harms
1917 1920 Edo Hinrichs
1920 1923 Mamme Frerichs
1923 1926 Gerke Wilters
1926 1929 Focke Caspers
1929 1934 Harm Bootjer
(Quelle: Niederschrift einer Sitzung vom 16.01.1964)
1934
Das preußische Feuerlöschgesetz vom 15.12.1933 führte zu einer starken Ausdehnung des Feuerschutzes, vor allem in den Landgemeinden.
So kam es zur Gründung des großen Feuerlöschverbandes Esens und Umgebung mit der Stadt Esens und den Gemeinden Bensersiel, Holtgast, Mamburg, Moorweg, Ostbense, Osteraccum, Seriem, Stedesdorf, Utgast, Thunum, Sterbur und Werdum. In jeder Gemeinde wurde eine Löschgruppe aufgestellt.

Mit Wirkung vom 1. Mai 1934 traten dann auch in der Gemeinde Holtgast die ersten Feuerwehrmänner in den freiwilligen Dienst der Feuerwehr und gründeten die Freiwillige Feuerwehr Holtgast. Am 29. Juni 1934 wurde der Feuerlöschverband Holtgast urkundlich an den Landkreis Wittmund gemeldet. Als leitende Kraft wählte man den Kameraden Anton Habben, der aufgrund des Preußischen Feuerlöschgesetzes Wehrführer genannt wurde.

Die Stärke der Wehr betrug 16 Mann. Es wurde für eine einheitliche Uniformierung gesorgt, aber es gab noch kein eigenes Gerät. Wöchentlich wurde mit den Geräten der Esenser Wehr oder mit der Handdruckspritze, die in Utgast stationiert war, geübt. Die zur Verfügung stehende Handdruckspritze oder Anhänger mit Pumpe und Zubehör mussten von Pferden oder später auch Traktoren gezogen werden.
 

1939 Der zweite Weltkrieg brach aus und gleich vom ersten Tag an wurden die Feuerwehren vor neuen Aufgaben gestellt, die gelöst werden mussten.
Durch ein Gesetz vom Feuerlöschwesen aus dem Jahre 1939 wurde die Feuerwehr zu einer Hilfs- Polizei- Truppe gemacht, mit dem Ziel, eine straffere Organisation zu erreichen. Es war auch eine Zusammenarbeit mit dem damaligen Luftschutz vorgeschrieben. Allabendlich musste die Verdunkelung der Häuser kontrolliert werden.

Die Reihen der Wehrmänner waren bald sehr gelichtet, da viele Kameraden Soldat werden mussten. In dieser Zeit übernahm Adolf ter Haar die Leitung der Wehr. Im Krieg wurden auch die Frauen zu Feuerlöschdienst herangezogen. Einige Frauen aus der Gemeinde Holtgast wurden im Feuerlöschverband Esens als Feuerwehrhelferin tätig. Die ersten Kriegsjahre verliefen für die Gemeinde Holtgast noch ziemlich ruhig. Ein Flugzeug der englischen Luftwaffe stürzte eines Abends über der Gemeinde Holtgast ab ohne jedoch größeren Schaden anzurichten.
 

1944 Am 15.10.1944 wurden in der Gemeinde Holtgast durch feindliche Fliegerverbände schwere Schäden angerichtet.
Die Häuser von Bäckermeister Andreessen und von Landwirt Gerke S. Gerken wurden ein Raub der Flammen. Es brannten noch mehrere Heu- und Strohschober. Das landwirtschaftliche Anwesen von Johann Dirks wurde durch eine Sprengbombe total zerstört. Todesopfer gab es "Gott sei Dank" nicht. Für Holtgast war es eine Nacht des Schreckens, denn überall lagen noch Zeitzünder sowie nicht explodierte Brandbomben. Die Feuerwehrmänner zusammen mit den Helferinnen waren viele Stunden im Einsatz.

Kurz vor Kriegsende wurde dann zwischen Holtgast und Hartsgast ein Munitionszug von Tieffliegern in Brand geschossen. Auch hier war die Feuerwehr wieder eingesetzt, konnte aber keinen Löscherfolg erzielen da mehrere Waggongs explodierten. 
 

1945 Bald nach dem Krieg wurden durch die Initiative des Verbandsbrandmeisters Oldewurtel die Feuerwehren wieder neu aufgestellt.
Es meldeten sich auch in Holtgast wieder junge Männer, die sich für den freiwilligen Dienst in der Feuerwehr interessierten. Die Kameraden Theodor ter Haar, Gerd Ahrends und Johann Wind machten von Anfang an wieder mit. Die Kasse des Feuerlöschverbandes war fast leer, deshalb kam es vorerst nur zur Einkleidung der Wehrmänner, zur Ausbildung und zur Brandbekämpfung wurden die Geräte wieder von der Freiwilligen Feuerwehr Esens ausgeliehen.

Der vorherige Wehrführer Theodor ter Haar übernahm wieder die Leitung der Holtgaster Wehr. Er wurde ab dieser Zeit als "Gemeindebrandmeister der Gemeinde Holtgast" bezeichnet. Die ersten Kameraden wurden zur Feuerwehrschule nach Loy entsandt. Es wurde im Ort oder in Esens alle 3 Wochen geschult und geübt.

Alle Löschgruppen in den einzelnen Gemeinden des Löschverbandes wurden nicht mehr neu aufgestellt. Zusammen mit der Wehr Esens übernahmen die Feuerwehren Blomberg, Holtgast und Werdum den Feuerschutz im Verbandsbezirk. die Feuerwehren Stedesdorf, Osteraccum, Thunum bildeten einen eigenen Feuerlöschverband.

1960 Beginn der Aufzeichnungen über die FF Holtgast durch Schwittert Frerichs. Er begann über Versammlungen und Sitzungen ein Protokollbuch zu führen und legte ein Kassenbuch der Kameradschaftskasse an.
Im Winter 1961- 1964 wurden von den freiwilligen Feuerwehrleuten die Löschwasserteiche (Wasserentnahmestellen) Eisfrei gehalten. 

1962 wurde die erste Luftschutzsirene in Holtgast, auf dem Dach des Hauses von Schwittert Frerichs (Kreuzung Brandshoff/ Waldweg), installiert. Sie konnte durch Knopfdruck innerhalb und außerhalb des Gebäudes ausgelöst werden und alarmierte somit die Holtgaster Feuerwehr.

Die Feuerwehrbereitschaft (ZS Brandschutzdienst, heute Kreisbereitschaft) wurde 1962- 1963 gegründet. Es gab Anfangs die innerörtliche "Feuerwehrbereitschaft 1" und die außerörtliche "Feuerwehrbereitschaft 2"

16.-17.02.1962 wurden bei der schweren Sturmflutkatastrophe an der Nordseeküste auch die Kameraden der Holtgaster Feuerwehr eingesetzt. Diese wurden 1963 mit der "Gedenkmedaille an die Hilfeleistungen bei der Sturmflutkatastrophe vom 16. Februar 1962" vom Land Niedersachsen ausgezeichnet. Als Holtgaster Teilnehmer wurden ausgezeichnet: 

Ahrends Gerd (sen.) Hanstein Julius
Ahrends Frerich Plinke Rudolf
Andreessen Egon Siebelts Harm
Frerichs Schwittert Windt Johann (1)
Gerdes Fokke Windt Johann (2)
ter Haar, Theodor  
(Quelle: Protokoll der Versammlung vom 16.05.1963)

...Fortsetzung "Chronik der FF Holtgast"

 

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