Am 25.01.1964 wurde
Kamerad Schwittert Frerichs als Nachfolger von Gemeindebrandmeister
Adolf ter Haar gewählt, der die Altersgrenze erreicht hatte und somit
in die Altersabteilung wechseln musste.
Schwittert Frerichs
übernahm am 12.02.1964 die Dienstgeschäfte des Gemeindebrandmeisters
der Gemeinde Holtgast. Julius Hanstein blieb weiterhin Stellv.
Gemeindebrandmeister, was er bereits seit dem 02.03.1960 war.
Durch den Aufbau des
überörtlichen Katastrophenschutzes erhielt die Feuerwehr Holtgast ihr
erstes Löschgruppenfahrzeug, ein LF 16 TS. Es handelte sich um ein
Bundesfahrzeug das vom Landkreis aus in Holtgast stationiert wurde und
zunächst auf dem Hof von Schwittert Frerichs untergestellt war. Aus
Kostengründen wurde im folgenden Jahr in einem Nebengebäude, beim
Kameraden Richard Goldenstein, eine Garage für das LF 16 TS in
Eigenleistung hergerichtet.
Am 01.02.1968 wird Kamerad
Schwittert Frerichs vom Landkreis Wittmund zum Bereitschaftsführer des
Katastrophenschutzes (ZS- Bereitschaft) ernannt. Er erfüllt dieses Amt
bis zur Ernennung zum Kreisbrandmeister am 01.01.1980
1970
Im Protokoll der
Jahreshauptversammlung vom 04.04.1971 wird erstmalig ein Bosselwettkampf
gegen die Freiwillige Feuerwehr Schweindorf erwähnt, der am 31.01.1970
stattgefunden hat.
Im Sommer 1971 fand
der erste Sommernachtsball im Saal und im Garten von der Gaststätte
Ziegelhof statt. Es wurde mit einem Kegel- und Knobelwettbewerb
verbunden, der bereits eine Woche vorher begann. Als musikalische
Einlage hat der Fanfarenzug der FF Esens im Garten ein kleines Konzert
gegeben.
1972
Das
Feuerwehrgerätehaus in der Schulstrasse in Holtgast wurde gebaut.
Mit finanzieller
Unterstützung des Landes, dem Landkreis und der Gemeinde Holtgast wurde
mit dem Bau eines Feuerwehrgerätehauses begonnen. Noch Ende 1972 konnte
das neue Gebäude bezogen werden. Der Holtgaster Bauingenieur Hermann
Gerdes fertigte die Zeichnungen, Anträge, Ausschreibungen usw. und der
Bauunternehmer Focke Gerdes aus Holtgast erstellte das Gebäude. Durch
Eigenleistungen der Feuerwehrkameraden konnte das Werk kostengünstig
und zügig vollendet werden.
Ein TLF 8 des damaligen
überörtlichen Katastrophenschutzes wurde in Holtgast
stationiert.
Zusätzlich wurde auch eine
Feldküche mit Zubehör des Katastrophenschutzes den Holtgaster
Feuerwehrmännern übergeben. Seitdem sind sie auch für das leibliche
Wohl aller Kameraden des Landkreis Wittmund bei
Katastrophenschutzeinsätzen und -Übungen zuständig. Überwiegend
Julius Hanstein und Harm Siebelts, unterstützt von weiteren Kameraden,
wurden zu Hobbyköchen der Holtgaster Feuerwehr. Sie machten sich durch
viele schmackhaft zubereiteten Speisen (überwiegend Erbsensuppe und
Gulasch) weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt.
1973
Großbrand des
Wirtschaftsgebäudes beim Landwirt Johann Goldenstein in Holtgast.
1974
Durch die Gemeinde- und Gebietsreform wurde im Jahre 1973 die
Gemeinde Holtgast um die Orte Damsum, Fulkum und Utgast
vergrößert.
Der Löschverband
Esens und Umgebung wurde aufgelöst. An seine Stelle trat am 01.01.1974
die Samtgemeinde Esens. Die Freiwilligen Feuerwehren Esens, Holtgast,
Neuharlingersiel, Stedesdorf und Werdum bildeten die Feuerwehren der
Samtgemeinde Esens.
Der Holtgaster Ortsbrandmeister
Schwittert Frerichs wurde mit Einführung der Samtgemeinde zum Stellv.
Gemeindebrandmeister ernannt.
Es wurde eine erste Satzung der
Feuerwehren der Samtgemeinde Esens erstellt. Geregelt wurde zum
Beispiel:
- Bezeichnung Ortsbrandmeister
bzw. Stellv. Ortsbrandmeister
- Ehrenbeamte
- Art der Feuerwehr und Anzahl
der aktiven Mitglieder
- Kommandos und deren
Zusammensetzung
- Gemeindebrandmeister und
Stellvertreter
- Zuständigkeiten, u.v.m.
1974
Großbrand am
02.10.1974 in Esens am Marktplatz, bei dem auch die FF Holtgast
eingesetzt wurde. Das Haus des Kolonialwarenhändlers Kannengießer
brannte vollständig aus. Ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte
Häuser konnte verhindert werden.
1975
Waldbrandkatastrophe
in der Lüneburger Heide im Landkreis Gifhorn (14.- 16.08.1975). Die ZS-
Bereitschaft des Landkreises Wittmund wurde zur Hilfe bei der
Bekämpfung des Waldbrandes angefordert.
Die Holtgaster
Feuerwehr beteiligte sich mit dem LF 16 TS, dem TLF 8, der Feldküche
und 14 Feuerwehrkameraden an diesem Einsatz.
Im Juli 1977 wurde vom Land
Niedersachsen eine "Gedenkmedaille an die Hilfeleistungen bei
Waldbrandkatastrophe im August 1975" an alle Beteiligten verliehen.
Als Holtgaster Teilnehmer ausgezeichnet wurden:
Unterstützt mit einem TLF 8
von der Feuerwehr Esens wurden sie durch Ulli Tjarks und Johann Jäger
aus Esens sowie Lücke Freese aus Ochtersum.
1976
Am 01.08.1976 wird der Holtgaster Ortsbrand- und stellv.
Gemeindebrandmeister Schwittert Frerichs zum stellv. Kreisbrandmeister
ernannt.
Während der Jahreshauptversammlung im Jahre 1977 wurde
beschlossen, das die Festausschuss- Mitglieder nur noch alle 3 Jahre neu
gewählt werden.
Am 30. und 31. Dezember 1978 wurden mehrere Hilfeleistungen bei sehr
starken Schneefällen und Schneeverwehungen durchgeführt. Vom 16. bis
20. Februar 1979 waren mehrere Hilfeleistungen bei der Schneekatastrophe
erforderlich.
Das Feuerwehr- Gerätehaus in Holtgast wurde 1979 um einen
Schulungsraum und sanitären Einrichtungen erweitert. Der Schulungsraum
wurde dann 2 Jahre lang als Unterrichtsraum der benachbarten Grundschule
Holtgast genutzt und stand der Feuerwehr außerhalb der Unterrichtszeit
zur Verfügung.
1980
Mit Wirkung vom 01.01.1980 wurde Schwittert Frerichs zum
Kreisbrandmeister bestellt. Da er nicht gleichzeitig Ortsbrandmeister
sein konnte wurde während der Jahreshauptversammlung am 29.02.1980 ein
neuer Ortsbrandmeister gewählt: Julius Hanstein. Gleichzeitig wurde
Heiner Goldenstein zu seinem Stellvertreter gewählt. Zum 01.04.1980
wurden beide von der Samtgemeinde in ihren Ämtern bestellt.
Im Laufe des Jahres wurde das TLF 8 ausgesondert und nicht
durch ein neues Fahrzeug ersetzt.
Ortsbrandmeister Julius Hanstein beantragte eine Saugleitung an der
Brücke beim Ziegelhof.
1982 wurde das alte TLF 16 TS ausgesondert und vom Bund durch ein
neues LF 16 TS ersetzt.
Eine zweite Sirene wurde in Holtgast in der Loogstraße installiert
Ein Zugfahrzeug für die Feldküche wird in Holtgast stationiert. Es
war ein Borgwart, Baujahr 1961, der von den Kameraden in vielen Stunden
repariert und restauriert werden musste bis er einsetzbar war.
Am 24.+25.08.1982 gab es den ersten Besuch einer Abordnung der
Feuerwehr Holtgast beim 3. Zug der Freiwilligen Feuerwehr Hameln.