Heli-Einsatz bewährt sich
Deutschlandpremiere im Katastrophenmanagement des Landkreises Wittmund |
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Spiekeroog – Die Abwehr von Gefahren durch Öl und andere
Wassergefährdende Stoffe an der Küste, den Ufern und Stränden war an
diesem Wochenende die Vorgabe für die Herbstübung „Verona 2009“ für
die Katastrophenschutzeinheiten im Landkreis Wittmund auf der Insel
Spiekeroog. „Wir sind eine kleine Gemeinde mit rund 800 Einwohnern und
einer gut funktionierenden Feuerwehr. Bei einem Ölunfall auf See sind
wir jedoch überfordert und auf Hilfe vom Festland angewiesen“, erklärt
Spiekeroogs Bürgermeister Bernd Fiegenheim. Deshalb steht hier nicht
das Training mit dem Gerät, sondern das Zusammenspiel der Kräfte im
Focus dieser Logistik-, Kommunikations- und Erkundungs-Übung.
Erstmalig in Deutschland wird dabei ein Helikopter eines privaten
Unternehmens eingesetzt, um Mensch und Material schnell zu den
Absetzpunkten auf der Insel zu fliegen. „Die Premiere ist ein voller
Erfolg“, bilanziert Einsatzleiter Johann Goldhammer. |
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Spiekeroog/ HÄ - Der Landkreis Wittmund hatte im vergangenen Jahr als
erster Landkreis Deutschlands eine Rahmenvereinbarung über die Mitwirkung
des Deutschen Hubschrauberverbandes (DHV) HeliAlert bei Großschadenslagen
und Katastrophen abgeschlossen. An diesem Wochenende hat er die
Dienstleistung der NorthernHeliCopterGmbH (NHC) im Rahmen der
Gefahrgutabwehrübung "Verona2009" auf Spiekeroog erstmals in Anspruch
genommen.
Daran teilgenommen haben rund 70 Einsatzkräfte aus den verschiedenen
Bereichen des Katastrophenmanagements von der DLRG Esens für den
Seetransport über Mitglieder des Gefahrgutzuges der Feiwilligen
Feuerwehren im Landkreis Wittmund, das Haveriekommando, den NLWKN und die
Technische Einsatzleitung bis hin zum Versorgungszug.
Weniger das Üben mit dem Gerät, umso mehr die Logistik, die Kommunikation
und das Erkunden standen im Fokus dieser groß angelegten
Gemeinschaftsübung.
Über HeliAlert Emden wurde dabei erstmals auch ein Helikopter eingesetzt.
Sein klarer Vorteil ist der schnelle Transport von Mensch und Material
durch die Luft. Während der Herbstübung des Katastrophenmanagements des
Landkreises Wittmund hat das Zusammenspiel der Kräfte bestens
funktioniert, darunter auch der erste Helikoptereinsatz durch den privaten
Anbieter.
"Eine Katastrophe schweißt zusammen", sagte Landrat Henning Schultz nach
Abschluss der Übung. Auch mit der Kommunikation zeigten sich er und der
Einsatzleiter Johann Goldhammer, der Leiter der
Kreisfeuerwehrbereitschaft, "im Großen und Ganzen zufrieden". Kleine
Probleme im Bereich des Sprechfunks gab es auf der Nordseite der Insel.
"Die Einsatzkräfte lassen sich mit den Handfunksprechgeräten von der
Technischen Einsatzleitung beim Feuerwehrhaus kaum beziehungsweise gar
nicht erreichen. Hier besteht noch Klärungsbedarf", so Goldhammer. Den
Einsatz des Hubschraubers bezeichnete er als "Neuland" für die Feuerwehr.
Die Einweisung des Piloten an den Absetzstellen für Mensch und Material
sei für die Kameraden nach nach den Vorgaben durch HeliAlert jedoch kein
Problem gewesen,
"Das Zusammenspiel von Einsatzkräften und Helikopter ist eine
hervorragende Symbiose", erklärte Christian Eilers für das
Haveriekommando. "Durch die Übung werden wir in Zukunft wissen, was zu tun
ist, falls ein Ernstfall eintritt." Hoch zufrieden zeigte sich auch Günter
Mahler für den DHV HeliAlert und Dirk Oberliesen für die Niedersächsische
Landesbehörde für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz sowie
Kreisbrandmeister Wilfried Janssen: Die Übung schließe mit einem guten
Gesamterfolg ab. Sie hat viele Informationen gebracht. Details seien zu
verbessern.
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