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Feuerwehr ehrt
Landtagspräsidenten
Landtagspräsident Hermann Dinkla wird für sein Engagement
mit der Ehrennadel des Ostfriesischen Feuerwehrverbandes ausgezeichnet.
HOLTGAST/RN – Da staunte
der Präsident des Landtages Herrmann Dinkla nicht schlecht, als er
überraschend anlässlich der Verbandsversammlung des
Kreisfeuerwehrverbandes Wittmund e.V. (KFV) in Holtgast, für die
Verleihung der Ehrennadel der Ostfriesischen Feuerwehren, vom Präsidenten
des Feuerwehrverbandes Ostfriesland e.V. (FVO) Arnold Eyhusen, aufgerufen
wurde. Dinkla setzte sich schon immer für die Belange der Feuerwehren ein,
doch durch seinen hohen und persönlichen Einsatz konnte er den Minister
des Inneren und Sport davon überzeugen, dass die Polizeireform reformiert
werden müsste. Mittlerweile ist das entsprechende Gesetz geändert und seit
dem 01.04.2008 gehört der Landkreis Wittmund, gemeinsam wie die anderen
ostfriesischen Landkreise zur Polizeidirektion Osnabrück. Der
Zusammenschluss der Ostfriesischen Feuerwehren ist wieder vollzogen. Für
sein großes Engagement für die Feuerwehren des Landkreises Wittmund, aber
auch für die Ostfriesische Gemeinschaft, wurde der heutige
Landtagspräsident Hermann Dinkla nun mit der Ehrennadel des FVO
ausgezeichnet. Ebenfalls mit der Ehrennadel des FVO wurde auch
Hauptlöschmeister Helmut Huhn von der Ortsfeuerwehr Wiesede ausgezeichnet,
er hat über 30 Jahre das Fahrzeug und die Gerätschaften seiner Wehr
gepflegt und war über 20 Jahre als Kreisausbilder tätig. Mit der silbernen
Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen, wurde der
Ehrenortsbrandmeister Hinrichs Peters von der Ortsfeuerwehr
Neuharlingersiel für seine knapp 44-jährige aktive Mitgliedschaft, davon
18 Jahre als Ehrenbeamter ausgezeichnet. Aufgrund seines Wechsels in die
Altersabteilung der Feuerwehr, wurde Peters als Ehrenmitglied im (KFV)
aufgenommen, hierfür erhielt er den Ehrenteller des KFV. Ebenfalls mit
Ehrenteller des KFV, wurde der ehemalige Abteilungsdirektor der
Landschaftlichen Brandkasse Ostfriesland Heinrich Weber ausgezeichnet.
Weber hatte immer ein offenes Ohr für die Feuerwehren, Nachfolger wurde
nun sein Kollege Hans-Jürgen Parlitz, welcher sich gleich beim KFV
vorstellte und auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit und die
Unterstützung der Brandkasse garantierte. Das silberne Ehrenkreuz des
Deutschen Feuerwehrverbandes, wurde an den Gemeindebrandmeister der
Samtgemeine Esens Helmut Cremer verliehen. Durch seinen unermüdlichen
Einsatz, seiner kameradschaftlichen, loyalen und solidarischen Haltung,
findet Cremer als Feuerwehrführungskraft weit über die Grenzen der
Samtgemeinde Esens hinaus Anerkennung und Respekt. Die Ehrungen waren ein
kleiner Teil der Tagesordnungspunkte der diesjährigen Verbandsversammlung,
zur der Wittmunds Kreisbrandmeister Wilfried Janssen wieder zahlreiche
Delegierte und auch Gäste aus den Gemeinden und Städten des Landkreises
begrüßen konnte. Für Landrat Henning Schultz war es bereits die 20.
Verbandversammlung, in seinem Grußwort ging er auf die Tagungsstätte ein,
diese wurde mit viel ehrenamtlichen Engagement liebevoll errichtet. Keine
Veranstaltung in den letzten Jahren ohne das leidige Thema „Leitstelle“,
so Schultz. Wie er sagte, schreibt er so langsam das Wort Leitstelle auch
wieder mit dem Buchstaben „t“ statt „d“. Festzustellen ist, dass die
Politik, insbesondere sein Landratratskollege Bramlage vom Landkreis Leer,
für die Errichtung der Leitstelle in Wittmund eingesetzt hat. Die ersten
Abstimmungsgespräche mit den beteiligten Landkreisen, aber auch mit den
Vertretern der Krankenkassen sind erfolgt. Federführend wird diese Aufgabe
von seinem Vertreter, Erster Kreisrat Matthias Köring und dem
Ordnungsamtsleiter Uwe Hinrichs (beide waren ebenfalls bei der
Verbandsversammlung anwesend) wahrgenommen. Zwar steckt auch hier der
Teufel im Detail, doch die Grundentscheidung ist gefallen und auch bei der
Umsetzung werden wir erfolgreich sein, so Schultz. Aufgrund der jüngsten
Ereignisse, bei dem 2 Mädchen in der Kreisstadt Wittmund durch Rauchgase
leider ums Leben gekommen sind, ging Landrat Schultz auch auf die
Notwendigkeit von den kleinen lebensrettenden Rauchmeldern ein. Er
appellierte an alle Feuerwehrmitglieder, die Bürgerinnen und Bürger mit
Rat und Tat bei der Installation von Rauchmeldern zu unterstützen, der
Landkreis versendet bei jeder Baugenehmigung einen Informationsprospekt,
der dazu aufruft, Rauchmelder zu installieren. An den Landtagspräsidenten
Hermann Dinkla richtete er die Bitte, eine rechtliche Verpflichtung im
Gesetz anzustreben, hier sollte der Gesetzgeber gerade vor dem Hintergrund
einer Interessenabwägung tätig werden: „Hier der Einsatz von wenigen
Euros, dort der Schutz von Menschen vor Verbrennungen.“ Schultz bedankt
sich als Repräsentant des Landkreises, vertreten für alle Einwohner des
Kreises, bei der Feuerwehr für das ehrenamtliche Engagement.
Kreisbrandmeister Wilfried Janssen eröffnete seinen Jahresbericht mit den
Worten „Feuerwehr – Auf Draht mit 112“, so das Jahresmotto des
Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen e.V. für das Jahr 2007. Hinter
dieser Telefonnummer, wenn sie von Hilfesuchenden gewählt wurde, verbargen
sich auch im Landkreis Wittmund u. a. 24 Feuerwehren, die auf Draht waren.
Zu jeder Tages- und Nachtzeit wurde kompetente Hilfe geleistet. Immer
standen genügend Fachkräfte zur Verfügung, um die an sie gestellten
Anforderungen qualitativ hochwertig abzuarbeiten. In seinem
Jahresrückblick ging Janssen unter anderem auf die erfolgreiche
Rückabwicklung der Polizeireform ein. Hervorzuheben sei aber die
Rauchmelderaktion, welche im vergangenen Jahr ihr 10-jähriges Bestehen auf
dem Auricher Marktplatz feierte. Immerhin kann man davon ausgehen, dass
heute 75% der Haushalte in Ostfriesland mit solch einem lebensrettenden
Gerät ausgestattet sind. Eine besonders lobenswerte Aktion startete der
„Partner der Feuerwehr“ Hagebaumarkt Hedlefs, gemeinsam mit der
Samtgemeinde Esens. So erhalten die Eltern jedes Kindes aus der
Samtgemeinde Esens, das im Esenser Rathaus angemeldet wird, einen
Gutschein für einen Rauchmelder. Dieser Gutschein kann im Hagebaumarkt in
Esens gegen einen Rauchmelder eingelöst werden. Das Unternehmen trägt auch
die Kosten für diese tolle Initiative. Die Aussage des
Samtgemeindebürgermeisters Jürgen Buß, dass Nachahmer herzlich willkommen
sind, kann Kreisbrandmeister Janssen nur unterstützen, er hofft, dass es
bald auch viele geben wird. Als „Partner der Feuerwehr“ konnte 2007 die
Firma 1a Autoservice Dieter Köhlke aus Ochtersum geehrte werden. Ein
großes Lob ging auch in diesem Jahr wieder an die die vielen Betreuerinnen
und Betreuer der 15 Jugendfeuerwehren im Kreisgebiet.
Kreisjugendfeuerwehrwart Friedhelm Tannen setzt sich nicht nur auf
Kreisebene, sondern ostfrieslandweit für die Nachwuchskräfte der
Feuerwehren ein, dafür gebührt im Dank und Anerkennung. Janssen beendete
seinen Jahresbericht mit dem Leitspruch des Landesfeuerwehrverbandes für
2008 „FEUEWEHR – Ein starkes Team“. Kreisjugendfeuerwehrwart
Friedhelm Tannen konnte stolz in seinem Jahresresümee über einen
Mitgliederstand von 256 Jugendlichen (davon 55 Mädchen) in den einzelnen
Jugendabteilungen der örtlichen Feuerwehren berichten. Die Jugendfeuerwehr
Wittmund feierte 2007 ihr 30-jähriges Jubiläum. Es wurden wieder viele
Wettbewerbe, Fahrten und Veranstaltungen durchgeführt. Für die finanzielle
Unterstützung dankt der Ostfriesischen Brandkasse. Auch in diesem Jahr hat
sich die Kreisjugendfeuerwehr wieder viel vorgenommen. Den Jahresbericht
der Kreisausbildung verlas der stellvertretende Kreisausbildungsleiter
Dieter Fleßner, im vergangenen Jahr wurden in der Wittmunder
Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) 195 Feuerwehrfrauen- und Männer
ausgebildet. Sprach man vor einem Jahr noch von der Einführung der neuen
Feuerwehrdienstvorschriften: FwDV 3 und FwDV 1, so gehört sie in der FTZ
bereits zum täglichen Ausbildungsalltag. Insgesamt nahmen im abgelaufenen
Jahr 262 Teilnehmer aus dem Landkreis Wittmund an Lehrgängen in der FTZ
und an den Landesfeuerwehrschulen teil. Den Jahresbericht der FTZ trug
Kreisschirrmeister Friedrich Behrends vor, zuvor begleitete er als
Solotrompeter mit dem Lied vom „Guten Kameraden“ die Totenehrung. Die FTZ
betreut über 100 Fahrzeuge, sofern möglich werden sämtliche Reparaturen
vom Kfz-Meister Behrends und seinem Team ausgeführt, insgesamt waren es
221 Reparaturen. In der Atemschutzwerkstatt wurden 1.421 Atemschutzmasken,
833 Lungenautomaten, 542 Pressluftatmer und 8 Chemieschutzanzüge geprüft,
zusammen sind das 2.804 Prüfungen dieser Art. Zudem wurden 2.525 Schläuche
in der eigenen Schlauchwaschstraße gewaschen und geprüft.
Regierungsbrandmeister und zugleich Präsident des Feuerwehrverbandes
Ostfriesland e.V. (FVO) Arnold Eyhusen, freute sich, dass der Landkreis
Wittmund nun wieder zu seinem Zuständigkeitsbereich gehört. Zuvor
verabschiedete sich der Oldenburgische Regierungsbrandmeister Gerd Junker
von den Wittmunder. Eyhusen berichtete über den angelaufenen Umbau der
Landesfeuerwehrschule in Loy, an den Landtagspräsidenten Hermann Dinkla
richtete er die Bitte, sämtliche finanziellen Mittel für den zügigen Umbau
der Schule zur Verfügung zu stellen. Zudem sei es sehr wichtig, dass wir
im Land Niedersachsen beide Landesfeuerwehrschulen erhalten müssen, hier
wären Sparmaßnahmen und mögliche Auflösungen absolut fehl am Platze. Zur
Rauchmelderaktion merkte Eyhusen an: das „i“ Tüpfelchen war, wo der
ehemalige Bezirksbrandmeister Manfred Ochsler den Innenminister des Lands
Niedersachsen Uwe Schünemann, mit dem kleinen Smart und dem
überdimensionalen Rauchmelder auf dem Dach, auf die Freilichtbühne
anlässlich des Blütenfestes in Wiesmoor gefahren hatte. Nach der
erfolgreichen Rückführung der Wittmunder in die alte Struktur, kann man
nun wieder optimal ohne irgendwelche Grenzen auf Ostfrieslandebene
zusammenarbeiten. Bei den anstehenden Wahlen wurden der Vorsitzende des
Kreisfeuerwehrverbandes Wilfried Janssen und sein Stellvertreter Johann
Folkers in Ihren Ämtern 1-Stimmig bestätigt. Die nächste
Verbandsversammlung findet anlässlich des 100-jährigen Bestehens der
Freiwilligen Feuerwehr Friedeburg, am 27. Juni 2009 in Friedeburg statt.
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